„Kein anderes Leiden beim Hund wird so unterschätzt wie Zahnerkrankungen.
In keinem anderen Bereich werden so viele Probleme in Kauf genommen, die sich derart belastend auf Lebensqualität und Allgemeingesundheit des Tieres auswirken“, warnt Dr. Markus Eickhoff, Tierarzt und Zahnarzt und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Tierzahnheilkunde.
„Hunde werden heutzutage gut 10-15 Jahre alt. Nun stellen Sie sich einmal vor, man würde einem Kind 10 Jahre lang die Zähne nicht putzen, die Folgen wären verheerend. Beim Hund ist das nicht anders“, sagt Dr. Eickhoff.
Denn bereits ab einem Alter von 2 Jahren beginnt beim Hund die Entstehung einer Parodontitis. Immerhin vier von fünf Hunden leiden an einer solchen Entzündung des Zahnhalteapparates – die meisten davon unbemerkt.
„Auslöser sind Zahnbeläge, die sich ansammeln. Sie verursachen nicht nur schlechten Atem, sondern schaffen optimale Bedingung für gefährliche Bakterien.
Es kommt zu einer Entzündung des Zahnfleischrandes, dieser löst sich, es bilden sich Taschen.
Darin können die Bakterien tiefe Strukturen des Zahnhalteapparates zerstören“, erklärt der Experte.
Der Hund hat Schmerzen, er wird ruhiger, spielt nicht mehr so ausgelassen und frisst mit weniger Freude.
„Meist heißt es dann, der Hund würde einfach älter und ruhiger, dabei sind es Zahngesundheit und Schmerzen, die seine Lebensfreude trüben“, so Dr. Eickhoff. Wird der Vierbeiner nicht behandelt, streuen die Bakterien aus der Maulhöhle in den Körper, sie schwächen das Immunsystem und befallen Organe wie Herz, Leber und Nieren. Darüber hinaus wird sogar die Entstehung von Maulhöhlentumoren begünstigt. „Auf diese Weise können nicht behandelte Probleme an den Zähnen schleichend und versteckt zu einem früheren Tod des Tieres führen“, verdeutlicht Dr. Markus Eickhoff. Der beste Schutz: 1 x täglich Zähne putzen! „Ziel muss es sein, vorbeugend Zahnbelag effektiv zu entfernen. Am besten mit einer speziellen Zahnbürste und Zahnpaste für Hunde“, sagt der Tierarzt und Zahnarzt. Zur Kontrolle sollte das Gebiss zusätzlich 1 x jährlich in der Tierarztpraxis untersucht werden. Nur so kann verhindert werden, dass Gesundheit, und Lebensqualität des Hundes leiden!
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