Eleonore Held aus der Kleintierklinik Bergstraße berichtete dem Fachmagazin „VETimpulse“ von einem interessanten Fall aus der Praxis: Ein 19 Monate alter Malinois-Rüde wurde von seiner Besitzerin in die Klinik gebracht, weil sie einen zusätzlichen Zahn direkt hinter dem linken unteren Eckzahn entdeckt hatte.
Tatsächlich war der Eckzahn selbst deutlich weniger stark ausgeprägt als sein Pendant auf der rechten Seite. Direkt dahinter wuchs ein weiterer Zahn, der dort gar nicht hingehört. Auf Röntgenaufnahmen wurde sichtbar, dass dieses Zähnchen über keine Verbindung zum Kieferknochen verfügte, sondern sich lose im Zahnfleisch befand. Auf den Bildern war allerdings noch eine weitere Zahnanlage zu erkennen, die zwar im Maul nicht zu sehen war, aber aus dem Kiefer wuchs.
Beide Zubildungen wurden entfernt. Es handelte sich bei beiden um eine so genannte Versprengung der Zahnwurzel des Zahnes, der eigentlich direkt hinter dem Eckzahn folgen müsste. Im embryonalen Stadium passiert es in seltenen Fällen, dass sich Zellen, die für die Bildung bestimmter Organe zuständig sind, an den falschen Ort „verirren“.
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