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  News vom: 13.03.2007   |   News weiterempfehlen   |   News drucken   |   zurück zur Übersicht  
  Leishmaniose – wie groß ist das Risiko in Deutschland?

 
 
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Anhand einer aktuellen Klimakarte Deutschlands wird deutlich, dass es hierzulande Regionen gibt, die mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von über 10 o C mediterranes Klima aufweisen (siehe Karte). Dies bedeutet, dass auch Sandmücken, die Überträger der für den Hund gefährlichen Infektionskrankheit Leishmaniose, in Deutschland geeignete Lebensbedingungen vorfinden. Bisher wurde angenommen, dass Sandmücken nur im mediterranen Ausland verbreitet sind und Hunde daher auch nur dort gefährdet sind, sich mit der Leishmaniose anzustecken.

Dr. Torsten Naucke vom Institut für Zoologie der Universität Stuttgart Hohenheim konnte in den letzten Jahren nun auch in Deutschland Sandmücken nachweisen. Und zwar in größerer Anzahl sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten. „Trotzdem ist das Risiko, dass sich ein Hund hierzulande mit Leishmaniose infiziert, derzeit noch sehr gering“, sagt Dr. Naucke. Bis heute sind überhaupt erst 11 in Deutschland übertragene Leishmaniose-Fälle vermutet bzw. nachgewiesen: ein Kleinkind, ein Pferd, eine Katze und acht Hunde (siehe Karte)

Gleichzeitig schätzt Dr. Naucke die Anzahl Leishmaniose-infizierter Hunde, die aus dem Ausland importiert wurden und nun in Deutschland leben, auf rund 10 - 20 Tausend. „Damit haben wir also nicht nur den Überträger, sondern auch den Erreger der Leishmaniose in Deutschland, so dass wir die Möglichkeit einer Übertragung nicht ganz ausschließen dürfen“, erklärt Dr. Naucke. Beruhigend sind Studien, die zeigen, dass moderne Medikamente vor einer Übertragung der Leishmaniose schützen. So konnte in Süditalien, wo die Leishmaniose bereits ein konkretes Problem darstellt, die Ansteckungsrate bei Hunden durch eine monatliche Anwendung des Floh- und Zeckenschutzpräparates Advantix (Bayer) von 10 % auf 1 % gesenkt werden. Das heißt, auch wenn das Risiko einer Ansteckung mit der Leishmaniose hierzulande in Zukunft steigen sollte, steht mit Advantix ein nachgewiesenermaßen effektives Mittel zum Schutz des Hundes zur Verfügung.

Quelle: "März 2007. © Pressebüro Vennebusch."
 
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