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  News vom: 28.03.2008   |   News weiterempfehlen   |   News drucken  
  Folgart: Milchviehhaltung nachhaltig stärken

 
 
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Der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Udo Folgart, hat die Entscheidung des EU-Agrarrates über die zweiprozentige Quotenanhebung zum 1. April 2008 scharf kritisiert. Auf der Versammlung des Ringes junger Landwirte in Bayreuth erklärte er, dass die Quotenerhöhung in der aktuellen Marktsituation das völlig falsche Signal sei, da die europäischen und internationalen Milchmärkte aktuell zu einer gewissen Schwäche neigen. Vor dem Hintergrund des Auslaufens der Milchquotenregelung zum 31. März 2015 müsse die EU-Kommission vielmehr ein geschlossenes Gesamtkonzept zur Sicherung einer nachhaltigen Milchviehhaltung in Europa vorlegen. Zum einen müsse die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Milchproduktion gezielt gefördert und zum anderen spezifische Begleitmaßnahmen für Milchviehhalter in benachteiligten Regionen entwickelt werden. Hierzu bedürfe es auch einer angemessenen finanziellen Ausstattung durch die EU.

Finanzielle Mittel seien durch die Abschaffung und Einsparung der EU-Agrarmarktordnungen (Intervention, Exporterstattungen etc.) allemal vorhanden. Diese freien Reserven sollten in einen EU-Milchfonds zur Unterstützung von Begleitmaßnahmen für den Ausstieg aus der Milchquote fließen. In diesem Zusammenhang forderte Folgart von Bund, Ländern und der Europäischen Union auch die Umsetzung des Begleitprogramms Milch zum Health Check, welches am 11. März 2008 das DBV-Präsidium verabschiedet hatte.

Folgart zeigte sich optimistisch über die Zukunft der Milchviehhaltung in Deutschland. Gerade junge, bestens ausgebildete und leistungsbereite Landwirte hätten hier gute wirtschaftliche Chancen. Auf dem Milchmarkt werde man sich zukünftig auf stärkere Markt­schwankungen einstellen, betonte er. Angemessene Milchpreise seien aber schon des­wegen unbedingt erforderlich, da auch Energie, Düngemittel und Futtermittel allgemein welt­weit knapper und damit teurer geworden seien. „Dies hat die Produktionskosten der Milch­produktion um 4 bis 8 Cent deutlich erhöht. Daher brauchen wir auch auf absehbare Zeit höhere Milchpreise“, sagte Folgart. Er appellierte an die Molkereien, dies bei den anstehenden Ver­hand­lungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel zu berücksichtigen und sagte ihnen dabei Unterstützung zu.

Quelle: "Deutscher Bauernverband e.V."
 
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