Flocken in der Milch oder ein positiver Schalmtest liefern den Beweis: Die Kuh hat Mastitis. Gegen die Mastitiserreger helfen Antibiotika, doch der Entzündungsprozess im Euter läuft erst einmal weiter. Eine aktuelle Studie aus Neuseeland ging deshalb der Frage nach, ob Entzündungshemmer bei der antibiotischen Mastitistherapie unterstützend wirken. Dazu erhielten 727 euterkranke Kühe in 15 Herden drei Penicillingaben im 24h-Intervall. Der Hälfte der Kühe verabreichten die Wissenschaftler zusätzlich 250 mg des Entzündungshemmers Meloxicam. Im Ergebnis wies die Meloxicam-Gruppe über den Untersuchungszeitraum durchschnittlich 22 % weniger somatische Zellen in der Milch auf als die Kontrollgruppe und auch am Behandlungsende war der Zellgehalt der Meloxicam-Gruppe
geringer. Zusätzlich mussten in der Meloxicam-Gruppe 43 % weniger Kühe gemerzt werden als in der Kontrollgruppe. Neben der entzündungshemmenden Wirkung sorgt Meloxicam auch dafür, dass die durch die Mastitis bedingten Schmerzen vermindert sind. So lassen sich die Kühe leichter ausmelken und Langzeitschäden durch Mastitis werden wirkungsvoll vermieden.
Quelle: McDougall, S., Bryan, M. and Tiddy, R. Efficacy of non steroidal anti-inflammatory (meloxicam) treatment on milkproduction, somatic cellcount and culling of dairy cows with clinical mastitis. In: Proceedings 48th NMC Annual Meeting, National Mastitis Council, Charlotte, North Carolina, January 25 -- 28, 2009, pp248 -- 249.
Kennen Sie schon ... unsere "Tierarzt-Suche"?
Geben Sie einen einfach einen Suchbegriff ein, und finden Sie Tierärzte und Tierarztpraxen in Ihrer Umgebung.
( weitere Informationen )