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Staupe
Staupe - Die Staupe, eine für den Menschen ungefährliche, aber hoch ansteckende Viruserkrankung, ist die wohl bekannteste Infektionskrankheit des Hundes.
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  News vom: 06.11.2008   |   News weiterempfehlen   |   News drucken   |   zurück zur Übersicht  
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Wachsende Zahl kranker Füchse bedeutet Gesundheitsrisiko für Haustiere

In den vergangenen Monaten sind bundesweit vermehrt Fälle von Staupe aufgetreten: So wurde in den bayerischen Landkreisen Rosenheim und Traunstein bis Mitte Juni bei mehr als 40 verendeten Füchsen Staupe als Todesursache festgestellt. Auch in Mecklenburg-Vorpommern konnte nach Angaben des Bundesverbands Praktizierender Tierärzte (bpt) die Virusinfektion bis zu dem genannten Zeitpunkt bei vier Füchsen nachgewiesen werden.

Der Verband empfiehlt daher allen Hundebesitzern, unbedingt den Impfstatus ihrer Vierbeiner überprüfen und gegebenenfalls ihre Schützlinge nachimpfen zu lassen, denn Staupe kann besonders für Hunde gefährlich werden. Vornehmlich Jagdhunde sind gefährdet, da sie leicht in Kontakt mit infizierten Wildtieren wie erkrankten Füchsen kommen.

Die Staupe, eine für den Menschen ungefährliche, aber hoch ansteckende Viruserkrankung, ist die wohl bekannteste Infektionskrankheit des Hundes. Besonders gefährdet sind Welpen und alte Hunde. Die Staupe ist weltweit verbreitet und tritt immer wieder bei Wildtieren, ins besondere bei Mardern und Füchsen, auf. Außerhalb eines lebenden Organismus bleibt das Staupevirus nur wenige Tage infektiös. Eine Infektion erfolgt deshalb meist durch direkten Kontakt mit einem erkrankten Tier. Infizierte Tiere scheiden das Virus mit Körperflüssigkeiten aus, so dass sich andere Tiere damit anstecken können.

Es sei zu befürchten, dass sich das Staupevirus weiter verbreitet und die Erkrankung auch in anderen Bundesländern auftritt, so der Präsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte, Dr. Hans-Joachim Götz. Da sich Füchse inzwischen auch in Städten aufhalten, seien Hunde nicht nur in ländlichen Gegenden gefährdet, sich bei Kontakt mit einem kranken oder verendeten Fuchs anzustecken. Ergänzend weist der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (STIKOVet), Prof. Dr. Uwe Truyen, darauf hin, dass die Immunität in der gesamten Hundepopulation gefährlich niedrig sei, sodass sich die Staupe problemlos unter den Hunden ausbreiten könne. Er rät, ungeimpfte Hunde schnellstens impfen zu lassen. „Es besteht auch die Möglichkeit, Staupevirusantikörper in verschiedenen Testsystemen zu bestimmen. So kann überprüft werden, ob ein Tier noch über einen ausreichenden Impfschutz verfügt oder eine Wiederholungsimpfung nötig ist“, erklärt Truyen.

Die Staupe zeigt ein vielgestaltiges Krankheitsbild und führt häufig zum Tod. Nach ersten Anzeichen wie hohem Fieber, Fressunlust und Mattigkeit entwickeln sich verschiedene Formen, die Lunge (Lungenstaupe), Magen-Darm-Trakt (Darmstaupe), zentrales Nervensystem (Nervenstaupe) oder Haut betreffen und oft ineinander übergehen. Je nach Organ zeigt das erkrankte Tier Husten, Atembeschwerden, Erbrechen, Durchfall, Bewegungsstörungen, Lähmungen, Krämpfe, blasigen Hautausschlag und/oder eine übermäßige Verhornung der Sohlenballen und des Nasenspiegels. Überlebt der infizierte Hund die Krankheit, behält er in der Regel jedoch dauerhafte Schäden wie Verhaltensstörungen und Epilepsie zurück. Eine Erkrankung im Alter des Zahnwechsels führt zu bleibenden Schäden am Zahnschmelz.

Die Behandlung einer Staupeinfektion ist schwierig, und ihr Erfolg hängt weitgehend davon ab, welche Organe befallen sind. Vor diesem Hintergrund ist eine vorbeugende Impfung gegen Staupe besonders sinnvoll und wichtig. Ein lückenloser Impfschutz beinhaltet eine Impfung der Welpen im Alter von sieben bis acht Wochen mit einer Wiederholungsimpfung nach vier Wochen. Dieses als Grundimmunisierung bezeichnete zweimalige Impfen von Junghunden garantiert einen sicheren Impfschutz. Damit dieser Schutz aufrechterhalten bleibt, sind Auffrischungen notwendig.
Nach Empfehlungen der Ständigen Veterinär-Impfkommission sind Wiederholungsimpfungen gegen Staupe ab dem zweiten Lebensjahr in dreijährigem Rhythmus ausreichend. Allerdings können spezielle Umstände (z. B. tierseuchenartige Verbreitung oder individuell starke Gefährdung) häufigere Impfungen sinnvoll machen.

Schauen Sie in den Impfpapieren nach, wann Ihr Hund zuletzt gegen Staupe geimpft wurde. Ist die Impfung länger als zwölf Monate her, sollte ein Tierarzt befragt und gegebenenfalls die Impfung nachgeholt werden. Übrigens: Wenn Sie mit ihrem Vierbeiner verreisen wollen, sollten Sie auf diesen Impfschutz besonders achten, sich erkundigen, ob das Reiseziel eine gefährdete Staupe-Region ist, und gegebenenfalls vorbeugen. Bei Auslandsreisen wird ohnehin die Staupe-Impfung von vielen Ländern (vornehmlich Nicht-EU-Ländern) vorgeschrieben

Quelle: "Deutsches Grünes Kreuz e.V."
 
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