Auch die klimatischen Verhältnisse spielen bei der Futteraufnahme auf der Weide eine große Rolle. So beginnt bei Rindern bereits bei Temperaturen von mehr als 23°C und gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit der Hitzestress, bei dem die Ruhezeiten zunehmen und weniger Gras gefressen wird. An heißen Tagen macht es Sinn, die Kühe am Tag im Stall zu lassen und dort Grassilage und Mais zuzufüttern. Im Hinblick auf die Futteraufnahme ist es dann auch von Vorteil, wenn durch den Einbau von Ventilatoren ein für die Tiere günstiges Stallklima geschaffen wird.
Tage mit Dauerregen können sich deutlich nachteilig auf den Futterverzehr und damit auf die Leistung der Kühe auswirken. Man kann die Energieversorgung dann mit einer etwas erhöhten Kraftfuttermenge (+ 1-1,5 kg/Tier und Tag) verbessern. Dabei sollte man nicht nur die Reaktion der Kühe hinsichtlich Milchleistung und Inhaltsstoffen beachten, sondern sich auch den Kot genau anschauen, der ein guter Indikator für die Strukturversorgung ist. Hält eine Regenperiode längere Zeit an, macht es Sinn, übergangsweise sogar ganz auf den Weidegang zu verzichten, nicht zuletzt auch um die Weidenarbe zu schonen.
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